Hochzeiten fotografieren – Checkliste zum Download!

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Hochzeiten fotografieren: Die Königsklasse. Als Fotograf gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten und Disziplinen, wenn es darum geht mit der Fotografie Geld zu verdienen. Einige fangen zunächst mit TFP-Shootings an, um ein Portfolio aufzubauen – andere gehen sofort auf Kundensuche. Hochzeiten selbst werden von den meisten aber unterschätzt, denn es gibt keine Chance das Shooting zu wiederholen. Es muss sitzen. Dazu habe ich für Dich die perfekte Checkliste zusammengestellt, um dich zu organisieren, aber auch, um den perfekten Tag einwandfrei abzulichten.

Ich habe die Checkliste grundlegend sechsteilig zusammengestellt, so kannst Du den Ablauf nochmals überdenken. Vergiss aber nicht, dass jede Hochzeit anders ist. So individuell wie das Ehepaar ist, so individuell sind auch die Location, die Tanzfläche, das Licht, die Tageszeit und auch gut messbare Dinge, wie die Anzahl der Gäste.

Betrachte diese Checkliste als eine Art Sammlung, die Du nach belieben erweitern oder eben kürzen kannst.

#1 Die Vorbereitung: Ich packe meinen Koffer…

Viele haben es schon erlebt. Ein Shooting findet statt und plötzlich fehlt der Akku oder die Speicherkarte. Ein Horror-Szenario, besonders wenn es für mindestens zwei Personen der wichtigste Tag im Leben ist. Deshalb hier schon mal vorab eine Liste von den Dingen, die man quasi immer dabei haben muss:

  • Kamera inklusive Backup-Kamera (im besten Fall jeweils mit doppeltem Karten-Slot)
  • Objektive: Weitwinkel-, Normal- und Teleobjektiv sind hierbei stets beliebt. Je nach Lichtsituation empfiehlt sich natürlich auch ein lichtstarkes Objektiv
  • Blitzsysteme (und zugehörige Batterien bzw. Akkus)
  • Speicherkarten: Davon kann man praktisch nicht genug dabei haben
  • Akkus: Wie sagt man so schön: „Ein Akku ist kein Akku“
  • Kamera-Gurt und weitere Accessoires, die Dir das Leben erleichtern

Neben Deiner Hardware ist es auch immer praktisch einen fertigen Ablaufplan zur Hand zu haben. Oft sind einzelne Wunschmotive des Paares zeitlich schwer umzusetzen. Planung ist also alles.

#2 Fotografieren: Vor der Zeremonie

Früher beim Ort des Geschehens anzukommen, bringt einige Vorteile mit sich. Man hat reichlich Zeit sich mit der Location und den Menschen vertraut zu machen. Man erhält einen Einblick in Abläufe vor Ort und kann sich auch ausmalen, wo welches Motiv fotografiert wird.

Vor der Zeremonie liegt das Hauptaugenmerk auf den Details. Hier ist es meist hektisch, weshalb Du dir Zeit lassen kannst zu beobachten und „hinter den Kulissen“ zu fotografieren, dazu ein paar Beispiele:

  • Brautkleid aufgehängt in der Garderobe
  • Die letzten Aktionen beim Verfeinern der Haare oder des Make-Ups
  • Die Braut oder den Bräutigam beim letzten Blick in den Spiegel
  • Details der Schuhe, des Haarschmucks oder der Krawatte
  • Die Braut mit ihrer Mutter im Bekleidungsraum
  • Der Bräutigam mit seinem Vater
  • Der Bräutigam mit seinen besten Freunden (das Männerfoto)
  • … Weitere Beispiele unten als Download in der Checkliste

#3 Fotografieren: Während der Zeremonie

Nachdem das Paar sich auf dem Weg macht und es langsam ernst wird, stellt sich der Fotograf auf die Zeremonie ein. Die reichlich geschmückte Räumlichkeit wird fotografiert, bevor sich Menschen darin befinden. So findet sich auch der Kontrast wieder, wenn die Räumlichkeit gefüllt mit Menschen fotografiert wird. Jetzt gilt es sich individuell auf das Paar einzustellen. Wie kommen sie bei der Räumlichkeit an und wo positioniert man sich am besten als Fotograf? Auch dazu ein paar Beispiele, um sich auf bestimmte Motive einzustellen:

  • Die Gäste, wie sie auf das Paar warten
  • Vor allem jetzt können auch die wartenden Kinder gut abgelichtet werden
  • Das Paar, wie es beispielsweise im Auto ankommt
  • Die Eltern, die gespannt zu schauen und klatschen
  • Die Gäste und vor allem das Paar beim Betreten der Räumlichkeit
  • Bei kirchlichen Trauungen sollte man Elemente wie den Altar mit einbeziehen
  • Weitwinkel-Aufnahme der Gäste mit dem Paar im Vorder- bzw. Hintergrund
  • Ganz wichtig: Der Kuss!
  • … Weitere Beispiele ebenfalls unten als Download in der Checkliste

Die Individualität einer Hochzeit erkennt ein Fotograf während der Zeremonie. Egal, ob es nun beispielsweise eine kirchliche Hochzeit oder das Standesamt ist: Zeremonien sind stets völlig unterschiedlich.

#4 Portraits und Gruppenfotos

Dieser Teil des Jobs kann im zeitlichen Ablauf an unterschiedlichen Stellen stattfinden. Manchmal vor, manchmal nach der Zeremonie. Wichtig ist auch hier wieder die gute Vorbereitung und eine gelungene Planung. Bei Portraits ist der Kreativität freien Lauf gesetzt – wahrscheinlich möchte aber nahezu jeder ein Bild mit dem Paar und / oder der Braut bzw. dem Bräutigam alleine. Nun ist Deine kommunikative Ader gefragt. Achte darauf, dass Du im Hoch- und Querformat fotografierst, damit Du am Ende genug Auswahl hast. Für Gruppenfotos wirst Du wahrscheinlich ein Weitwinkel-Objektiv brauchen – mach Dich bereit Deine Objektive zu wechseln. Ein kleiner Auszug von all den möglichen Motiven:

  • Das Brautpaar (na klar!)
  • Die Braut alleine
  • Der Bräutigam alleine
  • Brautjungfern (auch einzeln) mit der Braut
  • Das Paar mit allen Trauzeugen
  • Das Paar jeweils mit den (Groß-)Eltern
  • … Auch hier wieder viele andere Beispiele unten als Download

#5 Das Highlight – Die Hochzeitsfeier

So, jetzt ist die Stimmung bestimmt gelassener. Das Brautpaar und die Gäste sind quasi in Partystimmung und Du bist als Fotograf mittendrin! Noch hast Du die Möglichkeit die wichtigen Details zu fotografieren, bevor der große Ansturm kommt. Fokussiere Dich dabei auf:

  • Die Dekoration
  • Eventuelle Namensschilder auf den Tischen
  • Die Blumen
  • Ein Weitwinkel-Foto des Saales
  • Außenfoto des Saales
  • Der Tisch der Eltern
  • Das Gästebuch

Während nun das Brautpaar ankommt, hast Du die obigen Punkte schon abgehakt. Weiter geht’s mit der eigentlichen Feier, welche nach der Zusammenkunft mit dem großen Tanz startet. Lass Dir das fotografisch auf keinen Fall entgehen. Weitere Tipps und Motive während der Feier:

  • Kinder, die tanzen
  • Der Kuchen / die Torte
  • Das Essen
  • Das Werfen des Blumenstraußes
  • Alle Tanzen auf der Tanzfläche
  • … Und schließlich der Abgang des Paares 🙂

#6 Geschafft – und jetzt?

Alles im Kasten. Jetzt gibt es noch einiges zu tun, um den Tag abzuschließen. Da Elektronik immer dann den Geist aufgibt, wenn es eben nicht passieren soll, ist das A und O die Datensicherung. Das wird am besten gleich erledigt. Auch nachdem die Bilder bearbeitet und dem glücklichen Ehepaar geliefert wurden, empfiehlt es sich diese aufzubewahren, falls sie abhanden kommen. 

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